WeltSo schützt du dich vor Coronavirus-Fake-News

So schützt du dich vor Coronavirus-Fake-News

Sieben Tipps
Zum Coronavirus kursieren zahlreiche Gerüchte und erfundene Nachrichten im Netz. Vor allem in den sozialen Medien lauert die Gefahr, auf Falschmeldungen hereinzufallen. Unsere Tipps helfen, Lügen zu entlarven.
Publiziert am Mi 18. Mär 2020 19:21 Uhr
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Gehen schon bald die Lebensmittel aus? Schützt Knoblauch essen und alle paar Minuten Wasser trinken vor einer Coronavirus-Infektion? In Krisenzeiten verbreiten sich Gerüchte und Falschinformationen besonders schnell. Diese «Infodemie» über Whatsapp, Facebook oder Youtube kann genauso gefährlich sein wie die Pandemie selbst, denn sie sorgt zusätzlich für Verunsicherung und Panik in der Bevölkerung. Damit du nicht selbst in dieses Fahrwasser gerätst, haben wir für dich sieben Tipps zusammengestellt. So kannst du dich vor Falschinformationen schützen:

Tipp 1: Halte dich an offizielle Stellen

Die Quelle einer Nachricht zu prüfen, gehört zu den wichtigsten Regeln, um sich vor falschen Informationen zu schützen. Am sichersten ist es, wenn du dich in Sachen Corona bei offiziellen Stellen oder über seriöse Medien informierst. Sehr hilfreich ist die Seite des Bundesamtes für Gesundheit, dort findest du auch eine Infoline, wo man dir telefonisch Auskunft gibt. Du kannst dich aber bei deiner Gemeinde oder Stadt und deren Behörden informieren. Nummer diverser Infolines findest du hier.

Tipp 2: Augen auf bei Twitter und Co.

Wenn du in den sozialen Medien unterwegs bist, dann achte darauf, dass du dich an verifizierte Accounts hältst. Bei Twitter und Instagram sind diese beispielsweise mit einem blauen Häkchen gekennzeichnet. Auch die Zahl der Follower, die Nennung oder eben Nichtnennung des vollen Namens und das Profilbild können Aufschluss über die Vertrauenswürdigkeit geben.

Wenn du ein Youtube-Video siehst, das du nicht einschätzen kannst, prüfe unbedingt, wem der Youtube-Kanal gehört. Was für Videos verbreitet der Kanal sonst noch? Könnte der Kanal eine bestimmte Absicht mit seiner Botschaft haben? So merkst du schnell, ob es sich um eine unseriöse Quelle handelt.

Tipp 3: Kettenbriefe sind meist unseriös

Wenn du bei einer WhatsApp-Nachricht (in Textform oder als Sprachnachricht) den Ursprung, also den Absender nicht zurückverfolgen kannst, handelt es ziemlich sicher um einen Kettenbrief – und um eine unseriöse Quelle. Die Europäische Union hat ein Programm für mehr Sicherheit im Internet ins Leben gerufen, zu dem auch Klicksafe zählt. Dort gibt es viele hilfreiche Tipps, auch für den Umgang mit Kettenbriefen.

Tipp 4: Doppelt hält besser

Gerade Informationen, die über soziale Medien verbreitet werden, solltest du immer mit zwei verlässlichen Quellen prüfen. Der Doppel-Check ist eine gute Faustregel, an die du dich halten kannst, um Falschmeldungen als solche zu entlarven.

Tipp 5: Sei generell kritisch

Zweifle an dem, was du selber oder andere über das Virus zu wissen glauben oder für richtig halten. Menschen neigen dazu, ihr eigenes Wissen und Können zu überschätzen. Sie halten sich unter Umständen sogar aus völliger Unwissenheit für Expertinnen und Experten. Jede Behauptung sollte mit Beweisen belegt und eine Argumentation widerspruchsfrei und in sich schlüssig sein. Es hilft dir auch nur schon das Bewusstsein, dass die jetzige Nachrichtenlage Betrüger anzieht. Angst ist ein starkes Gefühl, das sich manche Menschen zunutze machen wollen.

Tipp 6: Sei vorsichtig mit Heilmitteln

Falsche Versprechen über angebliche Heilmittel können unter Umständen sehr gefährlich sein, verbreite diese also auf keinen Fall weiter. Amazon hat schon zahlreiche dubiose Angebote für angebliche Corona-Heilmittel von seiner Internetplattform verbannt. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an Impfstoffen und Medikamenten gegen das Virus. Sollte ihnen dies gelingen, wirst du das über offizielle Stellen oder seriöse Medienportale erfahren.

Tipp 7: Ruhe bewahren und durchatmen

Die meisten Menschen, die Falschnachrichten verbreiten, tun dies nicht aus böser Absicht. Viele machen sich Sorgen und wollen Freunde und Familien warnen. Du kannst helfen, indem du keine Ängste schürst und dazu beiträgst, dass sich Panik verbreitet. Dazu gehört zum Beispiel auch, Fotos von leeren Migros-Regalen zu posten. Klicke in den sozialen Medien auch nicht kopflos auf «teilen», «weiterleiten» oder «retweet». Gerade dein engeres Umfeld hält Informationen, die von dir kommen, möglicherweise für besonders glaubhaft.

Des Weiteren können wir dir diese Anleitung vom Beobachter Digital empfehlen, um Fake News zu entlarven.

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