OstschweizSt. GallenPeter Zeidler: «Bin auch neben dem Fussballplatz sehr emotional»
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Peter Zeidler: «Bin auch neben dem Fussballplatz sehr emotional»

FC St.Gallen
Gerade ist Länderspielpause und FCSG-Trainer Peter Zeidler kann sich ein wenig Entspannung gönnen. Im Gespräch mit TVO verrät er, was er braucht, um wirklich abzuschalten und welche Niederlage immer noch an ihm nagt.
Publiziert am Di 17. Nov 2020 18:29 Uhr

Wer mit so viel Leidenschaft eine Mannschaft anführt, muss auch sonst im Leben sehr emotional sein. «Emotional und euphorisch bin ich tatsächlich auch neben dem Fussballplatz», sagt FCSG-Cheftrainer Peter Zeidler und lacht. «Im Fussball kann ich es halt so richtig ausleben.» Wie sehr der 58-Jährige mit seinen Spielern mitfiebert, ist bei den Partien anhand der Gesten jeweils kaum zu übersehen. «Ich ziehe keine Show ab oder so. Ich kann einfach nicht anders», sagt Zeidler. «Manchmal ist es mir dann unangenehm, wenn ich mich selbst so im Fernsehen sehe. Aber nur manchmal.»

«Möchte wieder mehr Bücher lesen»

Umso wichtiger sei es, zwischendurch abzuschalten. Das fällt dem Erfolgstrainer nicht immer leicht, am besten gehe es mit Sport. «Ich sitze am liebsten auf dem Fahrrad oder jogge. In Zukunft möchte ich aber unbedingt wieder mehr Bücher lesen, um zu Entspannung zu kommen.» Auch ein Kinobesuch mit seiner Frau tue ihm gut. «Ich liebe französische Filme und sie kommt zum Glück gerne mit», schwärmt der ehemalige Lehrer, der nach wie vor eine grosse Sympathie für die Franzosen und Frankreich hegt.

Wohnt jetzt in Speicher

Den Kopf frei kriegen – das ist Peter Zeidler wichtig. Dies gelingt ihm auch beim Blick über das Nebelmeer. Zusammen mit seiner Frau wohnt er nicht mehr in der Stadt St.Gallen, sondern im Appenzellerland. «Unsere beiden Töchter studieren mittlerweile in Deutschland und meine Frau und ich wohnen in Speicher. Was uns dort hin verschlagen hat, weiss ich eigentlich auch nicht. Für mich war es sehr wichtig, dass meine Frau sich in der Wohnung wohl fühlt und das scheint bis jetzt so.»

«Müssen auf den Faktor Zeit setzen»

Ein harmonisches Umfeld ist wohl auch hilfreich, um gewisse Niederlagen zu verdauen. «Wir haben von Europa geträumt», sagt Zeidler. «Dass dieser Traum geplatzt ist, tut immer noch sehr weh.» Auch in der neuen Saison der Super League musste St.Gallen schon Niederlagen einstecken, aktuell sind die Espen auf Platz drei. «Wir sind noch nicht zufrieden, aber wir müssen wohl auf den Faktor Zeit setzen.» Für den FC St.Gallen sei es ausserdem hart, vor leeren Rängen zu spielen. Dies muss er jedoch auch nächsten Sonntag, wenn er im Kybunpark auf Lausanne trifft.

Hier kannst du die ganze Folge «Im Zug mit...» ansehen.

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