OstschweizSt. GallenNach Corona-Fällen: «BBC» öffnet wieder

Nach Corona-Fällen: «BBC» öffnet wieder

Gossau
Nach einer freiwilligen Schliessung lässt das Lokal «BBC Butterbarcafe» in Gossau wieder Gäste rein. Das Personal wurde nochmals auf das Coronavirus getestet – alle Resultate sind negativ.
Publiziert am Fr 11. Sep 2020 14:58 Uhr
© St.Galler Tagblatt/Benjamin Manser
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Ab heute Freitag dürfen Partygänger wieder ins Gossauer Lokal «BBC Butterbarcafe». «Wir freuen uns extrem darüber und hoffen, dass viele Gäste kommen», sagt Mediensprecherin Rita Bolt. Der Entscheid sei mit dem Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen abgesprochen worden.

Schliessung war freiwillig

Die dreitägige Schliessung des Lokals war nicht angeordnet, sondern erfolgte ebenfalls in Absprache mit dem Kanton. Dies, weil es das Lokal am Gossauer Bahnhof in der letzten Woche gleich mehrmals mit dem Coronavirus zu tun hatte. Wegen eines infizierten Partygastes mussten rund 800 Personen kontaktiert werden und sechs Mitarbeitende wurde positiv auf das Virus getestet. FM1Today berichtete.

Testresultate negativ

«Die Mitarbeitenden haben sich am Donnerstag noch einmal einem Corona-Test unterzogen und sämtliche Testergebnisse sind negativ», sagt Rita Bolt. Die Geschäftsleitung hat ausserdem entschieden, dass alle Mitarbeitenden mit Maske arbeiten müssen.

Fahler Nachgeschmack

Die vergangenen Tage haben bei Bolt und dem Team des «BBC» einen fahlen Nachgeschmack hinterlassen. «Uns hat es gestört, dass man uns nur Versäumnisse nachgesagt hat. Es ging komplett unter, was eigentlich alles gut läuft. In anderen Lokalen, die sich nicht an das Contact Tracing halten, kommen solche Fälle gar nicht ans Licht.»

Das «BBC» hatte – entgegen der Bundesverordnung – zwar die Kontaktdaten aufgenommen, aber die Weggangszeiten der Gäste nicht registriert. So war nicht klar, wer am 29. August gleichzeitig mit der infizierten Person in der Bar war.

30'000 Franken für die Schutzmassnahmen

Geschäftsführer Hanspeter Dürr erklärt, dass monatlich rund 30'000 Franken für die Schutzmassnahmen aufgewendet werden. Dazu gehören das zusätzliche Personal am Eingang, das die Daten der Gäste erfasst und die Körpertemperatur misst, mehr Sicherheitspersonal, Desinfektionsmittel im ganzen Betrieb und das Registrationssystem «Quickreg».

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