OstschweizSt. Gallen«Bei leichten Erkältungssymptomen den Arzt kontaktieren»

«Bei leichten Erkältungssymptomen den Arzt kontaktieren»

St.Gallen
Die Ärzte im Kanton St.Gallen rüsten sich für einen anstrengenden Winter. Wegen Corona wird in den Praxen viel los sein. Die St.Galler Ärztegesellschaft erarbeitet derzeit ein Konzept, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Denn tatsächlich ist es schwierig, eine Erkältung von Covid-19 zu unterscheiden.
Publiziert am Di 1. Sep 2020 05:48 Uhr
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- Schnupfen und Halsschmerzen. (Symbolbild)

Ein bisschen Halsweh und Schnupfen – muss man deswegen gleich einen Corona-Test machen? Eine Frage, die man hinsichtlich des ersten Corona-Winters wohl öfters stellen wird. Die St.Galler Kantonsärztin Danuta Zemp gibt Auskunft.

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- St.Galler Kantonsärztin Danuta Zemp

Frau Zemp, wie unterscheidet man einen gewöhnlichen Schnupfen vom Coronavirus?

Die ganze Thematik ist nicht schwarzweiss und es gibt keine klaren Grenzen. Die grippalen Viren machen leider alle ähnliche Symptome.

Das heisst, auch bei leichten Erkältungsbeschwerden muss man einen Arzt aufsuchen?

Ich empfehle, den Arzt auch bei leichten Symptomen telefonisch zu kontaktieren. Die Hausärzte im Kanton St.Gallen tauschen sich regelmässig untereinander aus und können einschätzen, wann jemand für einen Test vorbeikommen sollte. Grundsätzlich empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit aber weiterhin, möglichst oft auf Corona zu testen. Zum einen, um das Virus zu bremsen, zum anderen, um epidemiologische Daten zu sammeln.

Müssen sich die Ärzte also auf einen anstrengenden Winter einstellen?

Das Gesundheitsdepartement und die Ärztegesellschaft im Kanton St.Gallen arbeiten derzeit an einem Konzept, um die Kapazitäten sicherzustellen. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass wegen der Coronatests in den Arztpraxen einiges mehr los ist als normalerweise im Winter. Wir prüfen nun, wo es allenfalls logistische Verstärkung braucht.

Wie ist denn die Corona-Lage aktuell im Kanton St.Gallen?

Wir halten eine sehr gute Balance und haben somit auch grosses Glück. Bis jetzt sind wir von grösseren Ausbrüchen verschont geblieben und müssen deshalb die Massnahmen, anders als zum Beispiel im Kanton Zürich, nicht verschärfen. Weiterhin gilt, dass wir nicht schauen, was andere machen, sondern uns immer an der Situation in unserem Kanton orientieren.

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