OstschweizSt. Gallen17-jährige Rheintalerin veröffentlicht bereits ihr zweites Buch

17-jährige Rheintalerin veröffentlicht bereits ihr zweites Buch

Jugendbuch
Maxima Hampel aus Rebstein hat den Auftrag erhalten, ein Jugendbuch zu schreiben. In ihrer Geschichte «Hochdruck» geht es um den Erwartungs- und Leistungsdruck, wie ihn Jugendliche oft erleben. Es ist nicht das erste Buch des jungen Talents.
Publiziert am Sa 19. Sep 2020 14:09 Uhr
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- Maxima Hampel

Maxima Hampel aus Rebstein ist erst 17 Jahre alt, macht eine Ausbildung zur Kauffrau und feiert am Samstag bereits ihre zweite Buchpräsentation. Die junge Frau, die im Alter von fünf Jahren aus Deutschland in die Schweiz gekommen ist, hat ihre Leidenschaft fürs Schreiben schon in der Kindheit entdeckt. «Während andere Kinder rausgingen, um Fussball zu spielen, blieb ich zuhause und habe Geschichten geschrieben», sagt Maxima Hampel. Ihr Talent dafür blieb nicht lange unentdeckt. «In der Schule bekam ich oft extrem gute Noten für meine Deutschaufsätze und viele Komplimente für meine Sprache.»

Schreiben soll ein Hobby bleiben

Buchautorin werden wollte Maxima Hampel trotzdem nie. «Ich hatte zwar immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Es soll aber auch in Zukunft ein Hobby bleiben. Ich glaube nicht, dass ich am Schreiben auf Knopfdruck Spass hätte», sagt die 17-jährige. Das erste Buch «Bad Human» schrieb Maxima in der Oberstufe als Schulprojekt, daraufhin wurde der Verlag «da bux» auf sie aufmerksam. Plötzlich kam die Anfrage, ob sie für den Verlag ein Jugendbuch der «Edition 5» schreiben möchte.

Schreibstil für Leseschwache

Der Verlag gab die Länge der Geschichte vor und dass es für leseschwache Jugendliche geeignet sein muss. «Das war für mich die grösste Herausforderung, weil ich meinen Schreibstil sonst eher als schwieriger einstufen würde», sagt die junge Autorin, die am liebsten zuhause am Schreibtisch ihre Geschichten kreiert. So hätten im neuen Buch einige schöne Formulierungen wieder gestrichen werden müssen.

«Möchte auf Problem aufmerksam machen»

Im Buch «Hochdruck» schreibt Maxima Hampel, die sich derzeit im letzten Lehrjahr befindet und berufsbegleitend die BMS absolviert, über den Erwartungs- und Leistungsdruck, der vielen Jugendlichen zu schaffen macht. «Es geht um Caro, die aus einer Bänker-Familie stammt und in der Ausbildung mit viel Druck umgehen muss. Dabei greift sie leider auch zu falschen Mitteln».

Auch wenn es sich bei Caro nicht um Maxima Hampel selber handelt, entschieden hat sie sich für dieses Thema, weil auch sie solchen Leistungsdruck im Umfeld erlebt. «Es dreht sich sehr viel um Noten, Schule und Leistung. Mit dem Buch möchte ich auf diese Problematik aufmerksam machen.»

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