OstschweizBodybuilding-Meisterin: «Ich muss mir selbst gefallen»

Bodybuilding-Meisterin: «Ich muss mir selbst gefallen»

Liechtenstein
Bodybuilderin Aline Beck aus Triesenberg holte vor kurzem den Schweizer Meistertitel und lieferte auch auf internationalem Parkett ab. Von Kritik lässt sich die 34-Jährige nicht aufhalten.
Publiziert am Sa 14. Nov 2020 15:28 Uhr

Aline Beck sieht aus wie die stärkste Frau Liechtensteins. Auch in der Schweiz macht ihr kaum eine Konkurrenz, denn die 34-Jährige aus Triesenberg ist seit Oktober Schweizer Meisterin im Bodybuilding der höchsten Klasse «Women's Physique». Von der Amateur-WM in Spanien kehrte die Brasilianerin anfangs November als Vizeweltmeisterin zurück.

«Ich habe immer Lust zu trainieren»

Dass Aline Beck so erfolgreich ist, dürfte an ihrer grossen Motivation und an ihrem unerbittlichen Ehrgeiz liegen. «Ich habe immer Lust zu trainieren, schon am Morgen renne ich den Berg hoch. Manchmal muss man mich richtig daran erinnern, dass ich auch mal eine Pause machen sollte.» Auf der faulen Haut liegen – das kennt sie nicht.

Nach Geburt 25 Kilo verloren

Die Leidenschaft für den Sport entdeckte die 34-Jährige früh. «Schon als kleines Mädchen verschlang ich Informationen über Bodybuilding – leider hatte meine Familie in Brasilien damals nicht die nötigen finanziellen Mittel dazu.» Seit acht Jahren lebt Aline Beck nun in Liechtenstein, ist verheiratet und hat drei Kinder. «Nach der Geburt meines letzten Sohnes fasste ich den Entschluss, endlich auf die Karte Sport und Bodybuilding zu setzen.» Allein mit Laufen nahm sie 25 Kilo ab.

Keine Süssgetränke oder Fastfood

Anschliessend suchte Aline Beck Rat bei Profi Roman Senti, der das Fitnesscenter «Sentinators Gym» in Wartau führt. Der ehemalige Amateurweltmeister im Bodybulding hilft ihr sowohl beim Training als auch bei der Zielsetzung. Täglich trainiert Aline zwei bis drei Stunden und auch in punkto Ernährung muss sie auf vieles achten. «Drei Monate bevor ich auf der Bühne stehe, darf ich mir keine Fehler erlauben. Süssgetränke und Fastfood sind dann gestrichen.» Nur direkt nach dem Wettkampf darf es auch mal McDonald's sein.

«Die Figur ist etwas Persönliches»

Nicht alle Leute hätten Verständnis für Aline Becks Leidenschaft. «Viele meiner Freunde finden es zwar toll, manchmal gibt es aber auch negative Kommentare.» Von diesen lässt sich die Brasilianerin nicht unterkriegen. «Ich liebe den Sport und die eigene Figur ist etwas Persönliches. Ich muss mir vor allem selbst gefallen.» Somit steht für die Triesenbergerin fest, dass sie so lange wie möglich mit dem Sport weitermacht. Ihr Ziel ist es, eine Profikarte zu gewinnen, dann würde der Sport nicht nur dem Herz, sondern auch dem Portemonnaie guttun.

    #Bodybuilding#Liechtenstein#Wettkampf
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